
Buy Art!


From Me To You With Love!



Von Glockenschall, von Weihrauchduft umflossen,
Durchwogt die Straßen festliches Gepränge
Und lockt ringsum ein froh bewegt Gedränge
An alle Fenster, – deines bleibt geschlossen.
So hab auch ich der Träume bunte Menge,
Der Seele Inhalt, vor dir ausgegossen:
Du merktests kaum, da schwieg ich scheu-verdrossen,
Und leis verweht der Wind die leisen Klänge.
Nimm dich in acht: ein Tag ist schnell entschwunden,
Und leer und öde liegt die Straße wieder;
Nimm dich in acht: mir ahnt, es kommen Stunden,
Da du ersehnest die verschmähten Lieder:
Heut tönt dir, unbegehrt, vielstimmiger Reigen,
Wenn einst du sein begehrst, wird er dir schweigen.



Bratfettbadewasser,
Samstagabend-Hautcreme.
Junischwüle Winde tragen Erinnerung heran.
Zu frühes Erwachen in diesem Mittsommer ohne Wallander: Fuga senilis.
Ein Bild deiner Köttbullar kannst DU DIR an die Wand hängen:
Fjick schön!
Wenn Sich-nassregnen-Lassen einer der letzten preiswerten Genüsse ist,
dann schau dich doch an, schau di do oa:
Dick bist du, nass im Schauer, mit geröteten Augen vom aufgelöst fließenden Haarwachs,
das fließt über dein Doppelkinn: Falling Water– du bist Kunst, doch
keine Sau kennt dich.
Das genau ist vielleicht deine Überlebenschance,
sonst wärest du ein Mauerrest, ein Ackermann-Altar.

Da waren die Heiligen:
schritten durch März-Elektrostatik und
psychedelisches Flimmern an der alten Psychiatrie.
Da, genau da: am Verwechselschloss,
also hinter der Augenklinik, für Eingeweihte,
da schritten sie, verharrten von einer Sekunde auf die
andere in befremdender Starre,
beschnüffelnd die rätselhaften Touristen.
Die Heiligen gerieten in Schweiß im April
dem heißesten Monat der Wetteraufzeichnung.
Da waren die Heiligen, entstiegen
obsolet gewordenem Eis, liebten
der Sterblichen Schweiß so sehr,
dass sie sich opferten in Gewittern;
da hielt nichts mehr die Tiere hinter Mauern oder Gittern.
Da wurde Sommer und die Monate ziehen ins Land:
Hitze auf Schiene, Blattwerk und Sand.

Die auf Rädern,das waren wir,
zumeist, manchmal auch am Ball;
am schönsten nach dem Sommerregen,
Turnschuhspuren auf Waldwegen,
freigegeben das Spielfeld.
Ihr könnt euch schmutzig machen
auf dem Spielfeld, in der Umkleide.
Wasser auf Beton fließt ab in die Rinne.
Hohe Bäume bekränzten die Jugend
im feuchten Frühsommergold , abendgoldtemperiert war
die Sonne.
Das Schaufenster naseplattgedrückt.
Hat dich die Konkurrenz geschickt?
Scherzt der Inhaber des Radladens.
Objekt der Begierde, Raumschiff in eine neue Welt.
Ich fragte „Was ist „GIMONOL?“, dabei stand
„GIMONDI“ auf dem einfachen Stahlrahmen,
bald durch mehr Wissen zu ergänzen.
Kauf einer Wollhose mit Lederpolster
(zu waschen ausschließlich von Jungfrauen im Licht des keltischen Vollmonds);
da waren schwarz-rot-goldene Streifen auf
dem Trikot mit den Strickbündchen.
Da waren neu zu entdeckende Straßen,
unvernünftig weite Exkursionen,
da waren Höfe entlang der Straße
so gut wie Schlösser,
und manchmal adelige Schlösser waren sie auch.
Da waren Torbögen und Sonnenuntergänge
und Zukunft ohne Ende.
Da waren Eingravierungen,
nicht Tätowierungen,
nicht Vollbärte.
Gravel ohne Bike.
Bike ohne Likes.
In the Garden.
Sommerabend, Sommerregen.
Dem Grün jungen Weizens fährt keiner davon.

Juni kam:
goss absinthfarbenes Grün
über Zuckersonnenstrahl
ins hoffende Vergessen;
schoss Wasserschrotmunition
am Ende eines heißen Tages
auf bereitwilligen Asphalt:
Petrichor stieg auf als erlöster Staub.
Thor und Zeus lachten über Regenschirme:
gut Lachen haben die im Olymp.

Vergangene Gewissheit
nicht mehr
Gewissheit, die einst verstört
wird vermisst, wenn nicht mehr sie ist
Welch Gespräch, welch Streit
könnte im Licht des Heute besser bewältigt
werden, uns bleibt nur überwältigt
zu werden vom Unpersönlich-Größeren
Kein Grund zur Trauer dies, zum Größeren
hin ohnehin unser Weg
Besieger unserer Angst sei das Größere
Aufsteigender Rauch
Habemus SINN
Habemus Papam