
Schreiben als hören, dass einer schreit,
dass einer verschüttet liegt, dem Tod nah gefühlt,
doch glücklicherweise nur einer, der schlaflos Kissen verwühlt.
Schreiben als Geborgener,
herausgetragen auf der Bahre; Schreiben als
der warme Körper, an den gekuschelt Schlaf ist.
Schreiben als der Lehrer, die Lupe, die noch
vergrößert die Großen, weil erahnbar macht,
was sie bewegt.
Schreiben als Sand, der schneller durch
die Uhr fließt, als ein Wort nach oben trägt.
Schreiben als Brücke, die unzerstörbar
ins Vergangene weist.
Schreiben unterm Lichtkegel der Nacht.
Schreiben im ersten Tageslicht,
wenn der Mond erschöpft zur Nacht sich legt;
wenn in den Häusern erste Lampen
den Alltag aus dem Ärmel ziehen,
diesen Joker, diese Burg, das rettende Gestade.
Der Geist, der in den Morgenstunden fliegt:
Schlange und Schaf erden ihn und mich zu Dir.










