
Heiße Frühlingssonne auf meinem Marsch
treibt mir Schweiß ins schüttere Haar
und Bierdurst in die Kehle.
Zwischen Tafelladen und Feuerwehr,
südlich des Wertstoffhofs,
zwischen dem Istanbul-Market und dem Sitzrondell
am Rand der heißen Betonfläche
treibt der Discountmarkt mir Pril-Blumen meiner Jugend in den Mai,
vergeudet keinen Cent meines Euro an eine
Customer Journey, die wie auch immer nennenswert.
Penny über Schönheit, Währung ist härter als
kluge Bücher, ist hart im Abstieg.
Die Kassiererin drallt vor Geschmacksrichtung zartbitter –
und hinter dem Graugrün des Maitags wartet vielleicht ein Gewitter
auf eine Epiphanie, einen Pfalzgrafen in voller Rüstung,
der an verkehrsberuhigten Zonen huldvoll vorbeireitet,
im Jubel der Kürschner, Landsknechte und Hundezwinger,
dann abdankt und die Unterstadt sich überlässt,
den nächsten achthundert Jahren, vermessen,
die Zwiebel im Dreieck mit den Moscheen,
von der Himmelsnähe des Dekans
aus gesehen: zwar nicht Christianopolis,
aber Erzählung immerhin in die hangabwärts rutschende Bauhütte
der Geschichte.










