Es kommen riesige Regenmengen: die regnen nicht einfach, das wäre ja noch schöner, nein, sie DROHEN zu regnen. DROHEN ist das wichtigste Verb der deutschen Sprache: Ich drohe, du drohst, er /sie/es droht. Kein Wunder, wenn so vieles droht: Die verängstigte Gesellschaft verroht. Die Schönheit indes ist nicht auszutreiben der aus den Fugen geratenden Zeit. […]
Raumstation Januar: Nässe überfriert. Am Steuer des Schneepflugs glaubt einer, er sei Walter Röhrl im Audi Quattro; Sprung zur Seite, dies hier ist nicht Monaco. Eis glitzert wie ein lauerndes Krokodil, besser heute Abend zu Hause zu sein. Scheinwerfer der Normalbürger durchschneiden die Winternacht wie Laserkanonen; im Winterschlaf noch die, die da wohnen. Beim Sternsingen […]
Dieme, Docke, Feime, Diemen, Hocke, Puppe, Hauste, Heubock, Heinze, Schober Kriech hinein in deine jüngsten, deine duftenden Jahre Indianer bedeckt, Schafgarbe-Totem, kein Pfahl, der Marter war Grasbahnrennen, Grasbahnrennen Egart, Egart, Egarthof Die tollkühnen schwarzen Ledermänner rasten im Rund, brannten ihr Knattern, ihr rauchendes Parfum in dein ewiges Erinnern Artemisia, Benzin, Benzoe, Herznote, V-8-Gitarre im Plüsch […]
Ich feierte mit ihm, als Max Frisch die Tour de Suisse gewann; als einer in der Kronenhalle mit der Pfeife an der Schreibmaschine ohne Webseite zu Weltruhm kam. War die Welt eine andere, als Hugo Koblet den Roman des Lebens schrieb? Als ein Ehrenwort – meistens – etwas galt? Geleistet hatte einer etwas, der im […]
Sommer-Restlicht im Jahresverwehen: Sehnsuchtsstoff für die kommenden Tage. Heraustreiber die Wetterlage, 18-Grad-Veredler weichen Verschwebens: Verzeihen gelingt besser auf dem Pedal. Groß dreht sich das Rad. Dann Schnee auf Herbstlaub: Kleiner und härter dreht sich das Rad; kehrt nach innen zum Teelichtofen unter der Decke: Kotatsu – neue Welt: sparsame Aussicht in alte Einsicht. Und alte […]