Modelleisenbahn

Baute ich eine Modelleisenbahn,

es stünde nicht die Zahl der Züge

an oberster Stelle;

gesetzt wäre nur ihr Alter; das Archivbild-Rot

der Schienenbusse, der Diesel-Lokomotiven;

Ich platzierte am Rand des Plastiktannenwäldchens

eine rastende Gruppe winziger Wanderer;

an die Scheune neben dem rührend blau gemalten Fluss

lehnte ich ein Fahrrad – der Fahrer aufgegangen in der Beobachtung des Horizonts.

Ich malte ins lichtblaue Himmelsdiorama die zartesten Federwölkchen,

trocknete dann das duftend feuchte gläserne Blau mit dem Föhnwind.

Abendschatten fielen nun schon auf die grauen Bänder der Straßen, Scheinwerfer der Modellautos flammten auf über der Kuppe aus Pappmaschee.

Ein Traum – und dann Schnee.

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